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Drei Gründe für ein optimiertes Programmiersystem:

  1. Im Gegensatz zu Metall ist Holz anisotrop. Dies führt beispielsweise dazu, dass eine Stirnholzbearbeitung (Ausblattung am Ende des Werkstückes) nicht auf die gleiche Art und Weise wie eine Längsbearbeitung (Abgratung) bearbeitet werden kann. Diese Materialeigenschaft ist im Maschinebau unbekannt.
  2. Der Erfolg im Maschinenbau, vor allem in der Automobilbranche, ist auf die Produktion großer Stückzahlen zurückzuführen. Der Zimmermann, der Schreiner hingegen fertigt für seine Kunden maßgeschneiderte Einzelstücke. Mit anderen Worten, das Bearbeitungsprogramm wird in der Regel nur ein einziges Mal eingesetzt.
  3. Holzkonstruktionen mit großen Spannweiten unterliegen meist erheblichen Durchbiegungen. Die Verformung wird im Allgemeinen in der Konstruktionssoftware (CAD) nicht einberechnet, aber in der Arbeitsvorbereitung vor der Produktion berücksichtigt. Die Mehrzahl der Programmiersysteme lässt diese Eigenschaft der Holzkonstruktionen unbeachtet. Anmerkung: ein ISO-Code, der für einen geraden Träger erstellt wurde, kann nicht für denselben Träger mit Überhöhung verwendet werden.

Entstehung

Die holzverarbeitende Industrie bedient sich mittlerweile einer Vielzahl von numerisch gesteuerten Bearbeitungsmaschinen (CNC). Holzfachspezialisten entwickeln und adaptieren diese Maschinen für den Werkstoff Holz und bedienen sich dabei den Erfahrungen, die im Bereich des Maschinenbaus gesammelt wurden. Dazu ist prinzipiell anzumerken:
Obwohl einerseits die dem Holz angepassten Maschinen gute Dienste leisten, sind die zugehörigen Programmiersysteme des Maschinenbaus nur begrenzt geeignet. Mehrheitlich basieren diese System auf zweidimensionalen Daten (DXF). Die einzelnen Arbeitsschritte (Spindelwinkel, Drehzahl, Vakuum Einschalten, Werkzeugkompensationen, etc.) und Verfahrwege werden zwar grafisch unterstützt, aber letztendlich doch manuell definiert.
 
Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickeln wir, gelernte Zimmerleute, seit 1997 eine Software, die die langwierigen und unproduktiven Stunden der Arbeitsvorbereitung auf ein Minimum reduziert.
Die Vorteile:
  • Interpretation charakteristischer dreidimensionaler Daten (BTL)der führenden CAD Systeme, die in der Holzindustrie eingesetzt werden.
    • LIGNOCAM importiert und interpretiert die Bearbeitungen aus der BTL Schnittstelle. Beispielsweise muss ein Schwalbenschwanz auf einen Schifterschnitt, eine geneigte Bohrung oder eine Abgratung nicht erneut definiert werden, da sie ja schon im CAD bekannt war. Im integrierten Einzelstab gibt es die Möglichkeit, diese Konstruktionsformen zu ändern oder neue hinzuzufügen.
  • Automatische Zuteilung von Bearbeitungsstrategien an die Bearbeitungen. Zugehöriger, im Hintergrund generierter ISO-Code ohne zusätzliche Eingriffe des Benutzers.
    • LIGNOCAM analysiert (beispielsweise) den Schifterschnitt, sucht die geeignete Bearbeitungsstrategie, die ideale Ausrichtung des Werkstückes auf der Maschine und kontrolliert zum Teil eventuelle Kollisionen. Weiterhin wird ein weg- und zeitoptimierter Prozessablauf berechnet, d.h. minimale Verfahrwege, minimale Werkzeugwechsel. Schließlich erzeugt das Programm den ISO-Code. Alle diese Operationen laufen im Hintergrund ab. Sollte das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprechen, kann man die Strategie, das Werkzeug oder die Reihenfolge der Bearbeitungen modifizieren.
  • Berücksichtigung der Überhöhung und dynamisch aktualisierter ISO-Code.
    • Die Abgratung (beispielsweise) des Gratsparrens und eventuelle Bohrungen werden gemäß einer zuvor definierten Überhöhungslinie verschoben. Das System aktualisiert im Hintergrund den zugehörigen ISO-Code. Wenn die Maschine es zulässt, sieht LIGNOCAM sogar ein Sägen gebogener Abgratungen vor.
  • Technischer Support und Beratung durch kompetente Fachleute (Zimmerleute, Schreiner), Programmupdates via Internet und Weiterentwicklungen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden.
    • Das Programm prüft laufend, ob eine aktuelle Version zur Verfügung steht, die im gegebenen Fall automatisch installiert wird. Beratung und Support gibt es via Telefon oder Fernwartung. Wir organisieren userclubs, in denen sich die Anwender untereinander und mit den Entwicklern beraten.

Etymologie

LIGNO: Aus dem lateinischen lignosus, von lignum, Holz. Fester Holzstoff.
CAM: Computer Aided Manufacturing


 

Copyright by Lignocam SA.